Das INTERNETANTIQUARIAT.com im Steeler Antiquariat
Aktuelle Presseartikel zu Buchhandel + Literatur
- Februar 2000 -
(Eine Auswahl des INTERNETANTIQUARIAT.com)
Beliebte Jugendbuchschriftstellerin gestorben
Kleiner Service als gro�es Gesch�ft. Online-Buchkauf kontra L�den
Einigung im Buchpreisstreit. Handel und Verlage d�rfen Preise weiter festschreiben
Bare M�nze. Geldanlage mit dem Staub von Jahrhunderten
Die Informationsgesellschaft im Umbruch. Eine internationale Verlegerkonferenz in Venedig
Vor 300 Jahren wurde Theaterreformer Johann Christoph Gottsched geboren
Grass und R�hmkorf ehren Koeppen
Grass und R�hmkorf ehren Koeppen
Die Schriftsteller G�nter Grass und Peter R�hmkorf planen gemeinsam eine Wolfgang-Koeppen-Stiftung. Im L�becker Haus des Literatur-Nobelpreistr�gers informierten die miteinander befreundeten Autoren gestern �ber Details ihres Vorhabens: Das Stiftungskapital von 300 000 Mark soll dazu dienen, die Koeppen-Forschung auf Grund des in der Universit�t Greifswald befindlichen Nachlasses zu f�rdern. An der Renovierung von Koeppens Greifswalder Geburtshaus werde sich die Stiftung jedoch nicht beteiligen, sagte Grass. Es gehe vielmehr darum, den "von Koeppen getragenen literarischen Impuls" weiterzutragen. Der Lyriker Peter R�hmkorf berichtete �ber seine langj�hrige Bekanntschaft mit Koeppen. Schwerpunkt der Stiftungs-Aktivit�ten solle eindeutig die F�rderung der Koeppen-Forschung sein, sagte Grass. Der Frankfurter Suhrkamp Verlag hat unterdessen moniert, �ber die geplante Stiftung nicht informiert gewesen zu sein. "Wir haben davon nur aus der Presse erfahren", sagte Suhrkamp-Sprecherin Heide Grasnick. Jetzt wolle man pr�fen, was die Stiftung mit dem Koeppen-Nachlass vorhabe. Grunds�tzlich sei eine Koeppen-Stiftung jedoch positiv zu bewerten. Suhrkamp-Chef Siegfried Unseld ist Verwalter des Koeppen- Nachlasses, den die Peter-Suhrkamp-Stiftung f�r 150 000 Mark an die Greifswalder Universit�t verkauft hatte. (dpa)
Lessings Lieblingsfeind. Vor 300 Jahren wurde Theaterreformer Johann Christoph Gottsched geboren
Seine Theaterst�cke sind heute keine Kn�ller mehr. �Der sterbende Cato� sorgt allenfalls noch f�r sterbende Langeweile. Denn Cato stirbt nach den Regeln einer heute recht h�lzern anmutenden Dramaturgie. Trotzdem ist Johann Christoph Gottsched, vor genau 300 Jahren in K�nigsberg geboren und von seiner Wahlheimat Leipzig aus diesem Anlass mit einem umfangreichen Programm geehrt, f�r das deutsche Theater immens wichtig gewesen. Sein �Versuch einer critischen Dichtkunst vor die Deutschen� brach 1730 mit den Regelpoetiken des schw�lstigen Barockdramas und ebnete der Fr�haufkl�rung den Weg auf die B�hne.
Dabei h�tte die Literaturgeschichte fast einen anderen Verlauf genommen: Die Werber des preu�ischen Soldatenk�nigs Friedrich Wilhelm I. wollten den hochgewachsenen K�nigsberger f�r die �Langen Kerls� rekrutieren. Doch der frischgebackene Doktor der freien K�nste entzog sich dem Dienst, indem er 1726 an die Universit�t Leipzig floh, wo er bald eine Professur bekam. Gottscheds Vorbilder waren klassische franz�sische Autoren wie Jean Racine und Pierre Corneille; er verordnete dem Drama strenge F�nfaktigkeit sowie die aristotelische Einheit von Zeit, Ort und Handlung. Gottsched verbannte den Harlekin von der B�hne und schaffte die Improvisation ab. Um seine Theaterreform praktisch umzusetzen, verb�ndete er sich mit der fahrenden Theatertruppe der Schauspielerin Caroline Neuber. Die bis dahin zum P�bel z�hlenden Akteure wurden nun auch beim B�rgertum gesellschaftsf�hig. Trotzdem hatte Lessing f�r den Dichtungsprofessor nur Spott �brig: �Es w�re zu w�nschen, dass sich Herr Gottsched niemals mit dem Theater vermengt h�tte�, �tzt er in seiner �Hamburgischen Dramaturgie�. �Seine vermeinten Verbesserungen betreffen entweder entbehrliche Kleinigkeiten, oder sind jedoch wahre Verschlimmerungen�. Was Gottscheds Kritiker so aufbrachte, war dessen von der rationalistischen Philosophie Christian Wolffs gepr�gte Annahme, dass in der Kunst wie in der Natur alles nach festen Regeln ablaufe. Eine Annahme, die Gottscheds Dramen schon f�r die Zeitgenossen langweilig und unangenehm didaktisch werden lie�.
Doch Lessings Urteil hat die Sicht auf Gottscheds Verdienste lange verstellt. Dessen sechsb�ndige Anthologie �Deutsche Schaub�hne� (1741-1745) wurde zur einem Fundus des deutschen Dramas der Fr�haufkl�rung. Das Lessingsche Nationaltheater w�re ohne Gottscheds Vorarbeit kaum denkbar, auch wenn Lessing ihn bis zu seinem Tod 1766 weiterhin nur mit Spott bedachte. Leipzig begeht das Jubil�um am 16. Februar mit einem Festakt im Alten Rathaus. Bis zum 17. Juni ist eine Reihe von Vortr�gen und Diskussionsrunden geplant, unter anderem mit dem Schriftsteller Heinz Czechowski. Am 12. M�rz erh�lt die Berliner Schauspielerin Inge Keller den Caroline-Neuber-Preis. Und am 6. Mai er�ffnet die Leipziger Universit�tsbibliothek eine Gottsched-Ausstellung, die von Lesungen eingerahmt wird - den �sterbenden Cato� wird man im Regal stehen lassen.
Die Informationsgesellschaft im Umbruch. Eine internationale Verlegerkonferenz in Venedig
Seit es Medien gibt, sind sie im Umbruch. Erst im R�ckblick zeigen sich in ihrer als permanente Revolution erlebten Geschichte auch Phasen der Konsolidierung zwischen den Innovationssch�ben. Nie aber hat es einen so raschen und umfassenden Strukturwandel gegeben wie den der Digitalisierung. Was der Duden von 1980 noch nicht einmal als Begriff kannte, ist heute zur alles beherrschenden Chiffre geworden. Kein anderes Medium ist so schnell gewachsen wie das Internet. Dennoch sind gem�ss Klaus Eierhoff, Vorstandsmitglied bei Bertelsmann, bisher erst 30 Prozent der Nordamerikaner und 12 Prozent der Europ�er online. In der Branche grassiert das Goldgr�berfieber.
Zumindest die, die die Schaufeln verkaufen, machen ihr Gesch�ft. Die Buchbranche wird von dem Wandel in mehrerer Hinsicht erfasst: zum einen im Vertrieb, da B�cher zu den meistverkauften Produkten im Netz geh�ren und Online-Anbieter wie Amazon dem traditionellen Buchhandel Marktanteile streitig machen, zum andern auch im Produktionsprozess (z. B. Print-on-demand) und im Produkt selbst (z. B. E-Book). Um in dieser komplexen Situation etwas mehr �bersicht zu gewinnen, trafen sich Ende Januar �ber 300 Branchenvertreter aus ganz Europa und den USA zu einer zweit�gigen Konferenz in Venedig.
Exponenten von Verlagsh�usern wie Bertelsmann, Macmillan und Elsevier informierten �ber den Stand ihrer Bestrebungen, von der Basis ihrer Buchproduktion aus auch den multimedialen Markt zu erobern und sowohl neue elektronische Vertriebskan�le als auch neue Produkte zu entwickeln, w�hrend Vertreter von Konzerngiganten wie Microsoft und America Online, aber auch von Firmen wie Lingenbrink, NuvoMedia und Xerox darlegten, was auf dem Gebiet globaler Medien einerseits, von E-Books, Print-on-demand und Electronic Paper andererseits heute und morgen technisch m�glich ist. Im weiteren ging es um den Stellenwert von kombinierten Angeboten im elektronischen Markt (etwa von Web-Services und interaktivem Fernsehen wie bei Bloomberg Television) sowie - vor allem im Zusammenhang mit dem allgegenw�rtigen Problem der Piraterie - um die Politik der Europ�ischen Kommission in Sachen E-Commerce. Mit einem Wort: Es gab ein Monsterprogramm an Vortr�gen und Panels zu allem und jedem, und mitunter drohte die Veranstaltung im Wust der bunten Pr�sentationen und windschnittigen Pro-domo-Statements zu versinken.
Unbestritten blieben dabei zwei Axiome. Das erste: Die Entwicklung zum elektronischen Buch ist nicht aufzuhalten, und tats�chlich will sie auch gar niemand ernsthaft aufhalten. Das zweite: Die neuen Technologien sind komplement�r zu den hergebrachten. Sie verdr�ngen das Buch nicht, sondern erg�nzen es. Es zeichnet sich ab, dass in der n�heren Zukunft eine Vielfalt von Informationstr�gern das Bild bestimmen wird. Neben den in fester Auflage produzierten B�chern wird das nach Bestelleingang im Print-on-demand-Verfahren hergestellte Buch an Bedeutung gewinnen, so bei wissenschaftlichen Publikationen und der �Vanity Press� (den �Autoren auf eigene Kosten�, wie Umberto Eco sie nennt). Ihrem Wesen nach ist Print-on-demand eine Nischentechnologie, die nur bei kleinen St�ckzahlen und relativ grosser Preistoleranz sinnvoll ist.
Dass sie das Ende des vergriffenen Titels bedeute, ist jedoch irref�hrend, da nur digitalisierte Vorlagen bearbeitet werden k�nnen; f�r den Historiker zum Beispiel also die allerwenigsten. Aber auch die oft schon totgesagte oder mindestens als �bergangstechnologie apostrophierte CD-ROM wird ihren Platz behaupten, wie etwa das Beispiel Encarta Encyclopedia zeigt. Dort bildet die Silberscheibe weiterhin das Kerngesch�ft und finanziert das Online-Angebot mit. Im �brigen wird der Markt entscheiden, welche elektronischen Technologien den Alltag des Lesens dauerhaft bestimmen werden und welche den Charakter von Spielzeugen haben, von Tamagochis f�r Alphabeten gleichsam, mit denen sich jeder Trendsurfer eine Saison lang zeigt, bevor sie wieder in Vergessenheit geraten. Denn m�gen die Speicherkapazit�ten der elektronischen Medien auch wachsen und wachsen: diejenigen des einzelnen Menschen tun es nicht. Seine Aufmerksamkeit ist begrenzt; seine Zeit ist keine Wachstumsbranche.
Wohl kann man den Leser etwa damit beeindrucken, dass er 100 oder bald einmal 1000 Romane auf sein 627 Gramm schweres E-Book laden und mit in die Ferien nehmen kann, ohne dass er wegen des Gewichts seines Fluggep�cks Schwierigkeiten bekommt (NZZ 25. 1. 00): Aber er kann die 1000 Romane nicht lesen. Er kauft also gewissermassen den sprichw�rtlichen Kugelschreiber, der auch auf dem Meeresboden schreibt. Dem Hersteller kann das nat�rlich nur recht sein. Praktische Einw�nde gegen das E-Book (Preis, Schriftqualit�t usw.) sind relativ, von Jahr zu Jahr werden bessere und billigere Ger�te entwickelt. Die Zeit aber l�sst sich nicht dehnen. Deshalb setzen auch etliche grosse Verlage nicht auf Diversifikation und Omnipr�senz, nicht auf kurzfristig leicht verk�ufliche, aber austauschbare Massenware, sondern auf klare Profile und Optimierung in ihrem Spezialgebiet. Das holl�ndische Unternehmen Elsevier etwa, das mit einem reinen Wissenschaftsprogramm j�hrlich etwa eine Milliarde Dollar umsetzt, wird zwar weiterhin Lehrb�cher in traditioneller Form produzieren, die Fachzeitschriften aber in zunehmendem Mass nur noch in elektronischer Form anbieten. Der Zugang zu den Forschungsergebnissen wird damit zwar nicht verbilligt, wohl aber wesentlich vereinfacht. Nach der �berzeugung von Derk J. Haank werden im Zuge dieser Entwicklung sowohl die Forscher als auch die Bibliothekare und die Verlage gewinnen. Das ist allerdings nur deshalb so, weil wissenschaftliche Publikationen von niemandem bloss zum Spass gelesen werden, weil die K�ufer meist Institutionen sind und deshalb die Piraterie praktisch inexistent ist - w�hrend sie in anderen Sparten das Hauptproblem darstellt. - Man hat es hier nicht mit einer kriminellen Randgruppe zu tun, sondern mit einem ver�nderten Verhaltenskodex in weiten Teilen der Bev�lkerung. Leute, die nie auf die Idee k�men, in einer Buchhandlung ein Buch zu stehlen, finden nichts dabei, CD-ROM oder Online-Informationen illegal zu kopieren.
Robert Lindsey, Leiter der Abteilung Business Development bei Microsoft, pr�sentierte Statistiken, nach denen die Diebstahlrate bei bis 45 Prozent (Italien), aber nirgends unter 28 Prozent (Deutschland) liegt. Hier sind zus�tzliche technologische Entwicklungen (digitale Signaturen, 3-D-Hologramme) gefragt, vor allem aber internationale rechtliche Rahmenrichtlinien zum elektronischen Gesch�ftsverkehr. An der Tagung sprechen zwar alle vom World Wide Web. Doch getroffen haben sich die Verleger in einer stillen (nun allerdings von hundertfachem Handygeklingel erf�llten) Klosteranlage. Sie haben auch kein E-Mail geschickt, sondern sind selbst gekommen. Der eine oder andere liest in der Pause sogar ein Buch, beispielsweise die �Divina Commedia� in der Ausgabe der Minuscoli Hoepliani (8�12 cm, das E-Book ist ein Koloss dagegen). �Unsere Gebrauchsgegenst�nde�, hat Joseph Brodsky in seinem Venedig-Buch �Ufer der Verlorenen� notiert, und man kann die Alltagsgewohnheiten ruhig dazunehmen, �sagen mehr �ber uns als unsere Bekenntnisse.�
Bare M�nze. Geldanlage mit dem Staub von Jahrhunderten
Der Handel mit alten B�chern wird durch das neue Medium Internet globalisiert
Nicht nur der B�rsenhandel, auch der B�cherhandel wird globalisiert. Und hier wie dort k�nnen Spekulanten Gewinne abr�umen. B�cherspekulanten sind allerdings noch immer eher eine Ausnahme. Wer mit wertvollen alten B�chern handelt, wird zumeist von der Liebe zum Lesen oder von der Leidenschaft zum Sammeln getrieben.
B�cher sind eher eine �weiche Anlage�
So kann Peter Fritzen vom Antiquariat am Dom in Trier auch nicht unbedingt zum B�cherkauf als Alternative zum Aktienmarkt raten. �Die Rendite-M�glichkeiten sind auf dem Finanzmarkt gesicherter�, erz�hlt der Antiquar, bl�ttert in einem Kr�uterbuch von 1610, streicht geradezu z�rtlich �ber einige der 600 Kupferstiche und spricht von B�chern als einem �weichen Anlagefaktor�. Das vor allem deshalb, weil sich kurzfristige Gewinne mit den seltenen und alten B�chern in der Regel nicht realisieren lassen. Den Wert der B�cher bestimmt neben ihrem Alter, ihrem Zustand und dem Grad ihrer Seltenheit auch die jeweilige konjunkturelle Lage. Ein Merian aus dem Jahr 1646 mit alten Stadtansichten kostete vor zehn bis 15 Jahren noch zwischen 30 000 und 40 000 Mark. Mittlerweile aber ist das Buch nur noch etwa 18 000 Mark wert. Ein �historischer Tiefstand�, sagt Peter Fritzen, weil auf dem deutschen Markt derzeit keine gro�e Nachfrage herrscht. Gerade deshalb k�nnte der Kauf des Merian eine gute Geldanlage sein, denn irgendwann werden die deutschen Sammler wieder mehr Geld in ihre Leidenschaft investieren.
Dann sind dort m�glicherweise �hnliche Gewinne zu erzielen, wie derzeit auf dem internationalen Markt. Das neue Medium Internet sorgt daf�r, dass das �alte� Medium Buch global gehandelt werden kann. Seit vier Monaten sind auch Peter Fritzen und sein Compagnon Peter Schwarz weltweit im Netz und sie sind angetan von der Resonanz. Viel schneller und zudem viel g�nstiger als mit dem herk�mmlichen Versandkatalog erreichen sie seitdem die amerikanischen und britischen Kunden. �Der angels�chsische Markt ist derzeit viel liquider�, sagt Peter Fritzen, dort boomt das Gesch�ft mit den alten Drucken und B�chern. �Die H�ndler st�rzen sich auf seltene Ware�, erz�hlt Peter Fritzen. �Bei seltenen St�cken kann man wirklich Phantasiepreise verlangen.� Zwischen 50 000 und 60 000 Mark liegen die wirklich teuren St�cke, die im Antiquariat gehandelt werden. Ein besonders wertvolles Exemplar in der Gr��enordnung von 200 000 Mark wurde Fritzen einmal kurz vor Nase weggeschnappt. Die etwa 40 000 B�cher, die Fritzen und Schwarz im Lager haben, stammen zum gro�en Teil aus Privatbesitz. Oft von Sammlern, bei denen sich kein Nachfolger f�r die Sammelleidenschaft mehr findet. Sammler bilden auch den gr��ten Teil der Kundschaft im Antiquariat. Das �Bildungsb�rgertum� geht hier ein und aus, Menschen, die es sich leisten k�nnen, mehrere tausend Mark f�r ein Buch auszugeben. Die �Extremf�lle� investieren bis zu einer Viertelmillion Mark pro Jahr f�r B�cher. Nicht nur aus der eher strukturschwachen Region Trier, sondern auch aus den angrenzenden Regionen, aus Luxemburg und dem Saarland kommen die Kunden. Der ein oder andere �B�cherspekulant� ist dabei, aber in erster Linie sind es eben Liebhaber, f�r die die B�cher mit dem Staub von Jahrhunderten mehr sind als eine schn�de Geldanlage.
Einigung im Buchpreisstreit. Handel und Verlage d�rfen Preise weiter festschreiben
Br�ssel (dpa). Nach sechsj�hrigen Auseinandersetzungen ist der Streit um die grenz�berschreitende deutsch-�sterreichische Buchpreisbindung grunds�tzlich beigelegt. Am Dienstagabend, sp�testens am Mittwochmorgen wollten die Br�sseler Wettbewerbsh�ter formell die in langem Tauziehen ausgehandelte L�sung biligen. Ein entsprechendes Schreiben wurde von einem Kommissionssprecher best�tigt. An diesem Mittwoch wollte Wettbewerbskommissar Mario Monti zu der Einigung Stellung nehmen.
Die L�sung l�uft auf eine Trennung in zwei nationale Buchpreissysteme hinaus. Sowohl in Deutschland wie in �sterreich k�nnen k�nftig von den Verlagen und vom Handel feste Buchpreise diktiert werden. Es f�llt jedoch die seit �ber 100 Jahren bestehende gemeinsame Preisbindung, nach der vor allem die aus Deutschland stammenden B�cher in �sterreich zum gleichen Preis verkauft werden mussten. 80 Prozent der in �sterreich abgesetzten B�cher kommen aus Deutschland. In Deutschland ist eine privatrechtliche neue Regelung vorgesehen, in �sterreich eine gesetzliche. Letzte Details �ber die Reimporte von B�chern m�ssen offenbar noch geregelt werden. Sie werden an das franz�sische Modell ankn�pfen, nach dem Reimporte in beschr�nktem Ma�e m�glich sein sollen, nicht aber das Preissystem systematisch unterlaufen d�rfen. Ein EU-Mitarbeiter sagte, die Kommission m�sse nicht unbedingt einen formellen Beschluss fassen, um den Dauerstreit zu begraben. Der Streit zwischen Br�ssel und den beiden L�ndern dauerte seit rund sechs Jahren. Die EU-Kommission drohte damit, die grenz�berschreitende Preisbindung als Wettbewerbshindernis im EU- Binnenmarkt zu verbieten. Im vergangenen Sommer verfehlte der damalige Wettbewerbskommissar Karel Van Miert nur knapp eine Mehrheit in der Kommission f�r ein Verbot. Auch sein Nachfolger Mario Monti steuerte einen harten Kurs. Das Argument, dass B�cher als Kulturg�ter einen besonderen Schutz genie�en, wurde abgelehnt. Immer wieder wurden dem deutschen und �sterreichischen Buchhandel neue Ultimaten und Fristen gesetzt, um Vorschl�ge f�r eine neue L�sung zu machen. Erst Anfang des Jahres zeigte sich der Buchhandel zum Einlenken bereit. Die Kommission hat immer wieder klargemacht, dass sie nur an dem grenz�berschreitenden Aspekt Ansto� nahm, nicht aber an den nationalen Systemen des Preisfixings.
E-Commerce auf der �berholspur. Die zweite Welle im Web-Handel erfasst jetzt Anbieter quer durch alle Branchen
Verkauft hat Wolfgang Loerli auf dem Internet noch nichts, sein Web-Handel Netandbuy.com nimmt den Betrieb erst Ende Monat auf, zun�chst mit Gartenger�ten, sp�ter sollen auch Fahrr�der, Weine und Schmuck ins Sortiment aufgenommen werden. Aufhorchen l�sst indes seine Strategie: Anders als andere Web-H�ndler will Loerli den Zwischenhandel nicht ausschalten, im Gegenteil. Netandbuy arbeitet eng mit Importeuren sowie Fachh�ndlern zusammen - und offeriert, je nach Auslieferungsart, drei verschiedene Preise f�r das gleiche Produkt. Direktlieferung vom Importeur ist zum tiefsten Preis zu haben, Bezug beim Fachh�ndler kostet etwas mehr, und Heimlieferung durch den Fachh�ndler ist die teuerste Variante. �So sehen die Kunden, wie sich verschiedene Distributionswege auf die Preise auswirken�, sagt Firmenchef Loerli.
Es herrscht Aufbruchstimmung im Schweizer Web-Handel, neudeutsch auch E-Commerce genannt. B�cher, CDs, Computer und Software, Versicherungen und B�rsengesch�fte werden zwar seit einiger Zeit �bers Web abgesetzt. Jetzt schwappt eine zweite Welle von Web-Handel quer durch alle Branchen. �Bisher haben die Schweizer f�r kleine Betr�ge im Netz eingekauft, um den elektronischen Handel auszuprobieren�, sagt Raffaele Merico, Gesch�ftsf�hrer von NetHorizon in Winterthur, die Internetplattformen erstellt. �Heute �berlegen sich die Kunden, ob sie auch gr�ssere Geldbetr�ge online ausgeben sollen.�
1999 wurden 188 Millionen f�r den Aufbau des E-Commerce ausgegeben
Ein �hnlich optimistisches Bild zeichnet eine j�ngst ver�ffentlichte Studie der Credit Suisse: Einkaufen im Netz wird sich auch in der Schweiz durchsetzen. Schon 30 Prozent aller kleinen und mittleren Betriebe nutzen das Internet f�r ihre Gesch�fte, weitere 14 Prozent bereiten den Einstieg vor. 1999 wurden 188 Millionen Franken f�r den Aufbau von E-Commerce-L�sungen ausgegeben, im Jahr 2003 sollen es 620 Millionen Franken sein. Die mehr als 2000 befragten Unternehmen rechnen damit, dass der Anteil ihrer Online-Ums�tze von heute durchschnittlich 0,5 Prozent innert zwei Jahren auf 10 Prozent steigt.
Derzeit ist der Schweizer E-Kommerz eine riesige Baustelle. �berall wird experimentiert, verl�ssliche Zahlen gibt es nicht. In den USA finanzieren die meisten Interneth�ndler ihre Unternehmen �ber die B�rse und m�ssen deshalb jedes Vierteljahr Rechenschaft ablegen. In der Schweiz dagegen werden Web-Firmen meist privat finanziert, die Auskunftspflicht entf�llt. �Und die paar erh�ltlichen Zahlen sind oft wenig aussagekr�ftig�, sagt Thomas O. Maurer vom Online-Buchh�ndler Buchundton in Zollikon ZH. Noch immer geh�rt es zu den Unarten vieler Web-H�ndler, mit �berzogenen Umsatzzahlen zu operieren, um Sponsoren und Werbung anzulocken sowie die Konkurrenz zu erschrecken. �Es gibt Web-H�ndler, die sich mit �berh�hten Umsatzzahlen interessant f�r finanzkr�ftige Partner aus dem Ausland machen wollen�, sagt Martin Walker, Redaktionsleiter der Fachzeitschrift �Der Schweizer Buchhandel�. Noch sind die Ums�tze im Online-Handel in den meisten F�llen marginal. Von den 700 Millionen Franken, die der Schweizer Buchhandel j�hrlich umsetzt, stammen nur 20 Millionen aus dem Internet. Der Berner Wirtschaftsinformatiker Pascal Sieber sch�tzt, dass Online-Buchbestellungen bereits 80 Millionen Franken ausmachen, aber: �Drei Viertel davon holen ausl�ndische Anbieter.� Diese bauen ihre Stellung im Schweizer Markt noch aus. Soeben wurde Buch.ch, bisher im Besitz der Winterthurer Buchhandlung Schneebeli, von Buecher.de gekauft, der Nummer zwei in Deutschland. Wie steinig der Weg ins Web ist, weiss auch die Migros. Fast 15 Milliarden Franken setzt der Konsumg�terkonzern im Detailhandel um, der Online-Umsatz von vier Millionen Franken 1999 bewegt sich da im Promillebereich. Trotzdem wird der Bereich Internet in den n�chsten Monaten erheblich ausgebaut: �Das Wachstumspotenzial im Internet ist riesig�, sagt die zust�ndige Projektleiterin Karin Hartmann. Im Jahr 2005 soll ein Zehntel des Gesamtumsatzes �bers Web erwirtschaftet werden. Die Tochterfirma Hotelplan plant ab Mai ein Reiseportal unter neuem Namen: Nach US-Vorbild soll dort vom Hotelzimmer �ber das Flugticket bis zum Mietwagen alles zu finden sein. Mut machen der Migros Erfahrungen ihrer Tochter Interhome, die Ferienwohnungen und -h�user vermittelt: Interhome ist seit Februar 1999 im Internet vertreten, registriert t�glich 4000 Besucher und wird im Web im ersten Jahr zwei Millionen Franken umsetzen.
Auch der Schweizer Web-Handel n�hrt sich von Zukunftshoffnungen. Im Jahr 2003, rechnen Marktforscher von Forrester Research in Boston, werden bereits 17,5 Prozent des Welthandels �ber das Internet abgewickelt. Die Wirtschaftsorganisation OECD geht davon aus, dass bis 2005 der Online-Anteil des E-Commerce am Detailhandelsumsatz der sieben wichtigsten Mitgliedstaaten von heute 1,5 auf 15 Prozent ansteigt. Das Institut f�r Wirtschaftsinformatik der Universit�t Bern sch�tzt, dass Schweizer Konsumenten heute �ber das Web bereits f�r mehr als eine Milliarde Franken einkaufen.
Die Revolution l�uft hier erheblich sanfter ab als in den USA
Das Web f�hrt auch im Autohandel, nach einigem Z�gern, zu einem Wandel. Gebrauchtwagen werden seit einiger Zeit auch im Web angeboten, jetzt sollen Neufahrzeuge folgen. Den Stein ins Rollen bringt die Emil-Frey-Gruppe: �Wir wollen ab 2001 eine entsprechende Plattform f�r unsere 30 Garagen aufschalten�, sagt Projektleiter Patrick Heintz. Nach US-Vorbild sollen Kunden per Mausklick abfragen k�nnen, welcher H�ndler welche Fahrzeuge an Lager hat. �Vorerst werden wir die Online-Bezahlung nicht offerieren�, sagt Heintz. �Aber sobald wir ein Bed�rfnis danach feststellen, schalten wir auch diese M�glichkeit auf.�
Heintz hat mit dem Web-Verkauf von Occasionen bereits gute Erfahrungen gemacht: Bis zu 15 Prozent der Gebrauchten verkaufen die H�ndler von Emil Frey �ber das Internet - nach noch nicht einmal zwei Jahren im Web. Heintz will allerdings nicht nur die eigenen Vertretungen einbinden, sondern auch die Importeure, deren Modelle man anbietet: �Das Ziel ist ein vernetztes System, wo man sich unter der Web-Adresse einer Marke oder eines H�ndlers einw�hlen kann.�
Die Web-Handel-Revolution l�uft in der Schweiz erheblich sanfter ab als in den USA; hier zu Lande wird das Internet immer h�ufiger benutzt, um bestehende Strukturen nicht aufzubrechen, sondern um sie zu sch�tzen. Netandbuy.com ist nur ein Beispiel, Net-tissimo.ch ein anderes: Das Joint Venture von Curti-Gruppe, Bon App�tit und Artificial Life aus Boston will bis 2003 mindestens 100 Millionen Franken umsetzen. Dazu spannt man mit Herstellern zusammen und vertreibt etwa Restposten zu Sonderpreisen.
Nach dem gleichen Muster betreibt die Forster & Bischof Bavaria-Alu AG in Turbenthal seit Mitte 1999 ihren Leiternshop.ch. �Wir liefern zwar direkt an Kunden, aber der H�ndler in der betreffenden Region wird an der Marge beteiligt�, sagt Gesch�ftsf�hrer Gordon Bischof. Beim Start dachte man vor allem an Firmenkunden, doch mittlerweile kommen 50 Prozent der Bestellungen f�r Leitern von Privaten. Zehntausend Franken wurden �bers Web bisher umgesetzt, ein Bruchteil des Gesamtumsatzes von drei Millionen Franken. Aber Bischof, auch einer Expansion ins Ausland nicht abgeneigt, bringt die Stimmung im helvetischen Web-Handel auf den Punkt: �F�r immer mehr Kunden�, sagt er, �existiert eine Firma nicht, wenn sie nicht auch im Web gesch�ftet.�
Kleiner Service als gro�es Gesch�ft. Online-Buchkauf kontra L�den: Gollwitzer sendet in die Welt, Rupprecht expandiert in Bayern
Wie verschieden doch die Buchwelt ist im wahrsten Sinne des Wortes. W�hrend R�diger Gollwitzer mit dem Internet-Shop "buchwelt.de" eine eigene Firma mit siebenstelligem Umsatz hochgezogen hat, setzt Maria Rupprecht ganz auf das Filialgesch�ft. Am 1. Januar er�ffnete die siebente Filiale in Bayern. Buchkauf per Internet f�r die einen das Hauptgesch�ft, f�r die anderen nur ein kleiner Zusatzservice neben dem "echten" Laden.
Gollwitzer ist mittlerweile "Internet-Riese", geh�rt zu den zw�lf Marktf�hrern des deutschen Online-Buchhandels. "buchwelt.de" steht in einer Reihe mit "amazon.de" oder "libri.de". "Inzwischen hat der Versand den Laden �berholt", sagt R�diger Gollwitzer, der Junior im erfolgreichen Vater-Sohn-Gespann. Erst vor zwei Jahren wurde "buchwelt.de" aus der Taufe gehoben. Inzwischen ordern Kunden aus Deutschland, �sterreich, der Schweiz, England, Italien, Frankreich und den USA per Internet bei Gollwitzer in Weiden. Ein gro�es Lager steht dahinter: "Das ist zw�lfmal so gro� wie unser Laden."
Beratung nach wie vor gefragt
Wesentlich mehr Buchhandlungen haben keine eigene Homepage, sondern lassen sich in die Internetseiten von libri, KN� (Koch-Noeff-�ttinger) oder des deutschen Buchhandels einbinden. Der Kunde sucht unter den Adressen "www.libri.de" oder "www.buchhandel.de" nach seinen B�chern und kann sie sich dann �ber seinen Heimatbuchh�ndler schicken lassen. Bei Buch & Kunst Schlegl konnten "Leseratten" bis Jahresende �ber den Service des deutschen Buchhandels bestellen. "Das hat nichts gebracht", hat Christine Schlegl beobachtet. Ein Wechsel zu libri ist geplant.
Kunden k�men nach wie vor lieber pers�nlich ins Gesch�ft kurioserweise manchmal mit einem Computerausdruck in der Hand: "Kann ich mir das mal ansehen?" Nach stundenlanger, erm�dender Klickerei durch das "world wide web"stehen die Kunden wieder vor dem B�cherregal mit leibhaftigen Beratern. "Wir haben ganz andere M�glichkeiten der Suche, haben die Bibliograhpien jahrelang erlernt", betont Christine Schlegl. Selbst vergriffene B�cher k�nnen Buchh�ndler aufst�bern.
Ganz zu schweigen von der pers�nlichen Beratung. Christine Schlegl geht ganz individuell auf ihre Kunden ein, empfiehlt dem Kreta-Reisenden "Palast der blauen Delphine", dem Italien-Freund "Also sprach Bellavista": "Das ist einfach etwas ganz anderes."
"Ein Buch muss man in der Hand haben", pflichtet Martin Stangl bei. Die Rolle der Online-Shops werde �bersch�tzt. "Amazon.de spielt am Gesamtumsatz der Branche kaum eine Rolle", erkl�rt der Buchh�ndler. Diogenes zum Beispiel machte im letzten Jahr nur 2,4 Prozent des Umsatzes via Internet-Kundschaft. Dennoch pr�sentiert sich auch die Buchhandlung Stangl + Taubald mit ansprechender Homepage ("www.buch-stangl.de"): mit Buchtipps, Veranstaltungskalender, regionalen Links und Heimat-News. "Eine Erg�nzung des Angebots f�r unsere Kunden", meint Martin Stangl.
Siebente Rupprecht-Filiale in Cham
So sieht das auch Kollegin Maria Rupprecht: "Das geh�rt heutzutage dazu." Das Online-Angebot von Rupprecht liegt allerdings auf Eis: Die Expansion des Unternehmens h�lt die Buchh�ndlerin derzeit auf Trab. Zum 1. Januar er�ffnete die siebte Filiale in Cham, nach Filialen in Straubing, Passau (2), Marktredwitz und nat�rlich Vohenstrau� und Weiden. Inzwischen z�hlt das Unternehmen rund 120 Mitarbeiter. "F�r uns ist der station�re Buchhandel das Wichtigste."
Amazon setzt auf Europa
D as US-Web-Kaufhaus Amazon.com will in den kommenden Jahren vor allem in Europa wachsen. "Amazon beginnt die Phase seiner weltweiten Expansion", sagte der Konzernchef Joe Galli der Wirtschaftsnachrichtenagentur dpa-AFX am Donnerstag in Frankfurt. Das Unternehmen verkauft im Internet vor allem B�cher uns CDs.
Von den 17 Millionen Kunden, die das Unternehmen weltweit habe, seien jeweils gut eine Million bei der deutschen und der britischen Internet-Seite registriert. Diese Kundenst�mme sollen nach Angaben Gallis die Grundlage f�r das k�nftige Wachstum sein. "Mittelfristig bieten sich in Europa bessere Wachstumschancen als in den USA."
Im 4. Quartal 1999 habe das Unternehmen in den USA eine "Wasserscheide" �berschritten, so Galli weiter. Der Umsatz sei im Vergleich zum 3. Quartal um 90 Prozent gestiegen. Die Zahl der Kunden sei weltweit um 3,8 Millionen gesteigert worden.
Das Unternehmen hatte massiv in seine Infrastruktur und seine Angebotspalette investiert. Dies hatte den Verlust hochgetrieben. Doch hatte der Amazon-Gr�nder Jeff Bezos angek�ndigt, die Talsohle sei erreicht. In der Zukunft werde auf Rentabilit�t gedr�ckt.
In Deutschland hatte Amazon im 4. Quartal 1999 pro Tag im Schnitt 20 000 B�cher oder CDs ausgeliefert. Im Weihnachtsgesch�ft wurden bis zu 50 000 Artikel pro Tag versandt. Im Durchschnitt wurden Waren f�r 47 Mark geordert.
Beliebte Jugendbuchschriftstellerin gestorben
Frankfurt/K�ln - Die Autorin vieler B�cher f�r Erwachsene und Jugendliche Angelika Mechtel starb am Dienstag in K�ln an Krebs.
Die deutsche Schriftstellerin Angelika Mechtel ist am Dienstag in K�ln gestorben. Nach Angaben ihres Lebensgef�hrten, des Schriftstellers Gerd E. Hoffmann, starb die 56-j�hrige Autorin an Krebs.
Angelika Mechtel, geboren 1943, geh�rte mit ihren Romanen und Kurzgeschichten zu den gro�en Erz�hlerinnen des deutschsprachigen Raums. Ihre Werke wurden mit Literaturpreisen ausgezeichnet und in viele Sprachen �bersetzt. Seit 1975 schrieb Angelika Mechtel auch f�r Kinder. Von 1983 bis 1991 war sie Vizepr�sidentin des westdeutschen PEN-Zentrums.Ihr erstes Kinderbuch "Hallo, Vivi!" stand auf der Auswahlliste zum Deutschen Jugendliteraturpreis.
Albrecht Goes gestorben
Der Schriftsteller und Theologe Albrecht Goes ist tot. Wie aus dem Verwandtenkreis zu erfahren war, starb der Autor am Mittwoch in Stuttgart im Alter von 91 Jahren. Bekannt wurde der aus Langenbeutingen in Baden-W�rttemberg stammende Dichterpfarrer vor allem durch Erz�hlungen, Gedichte und Essays. �ber M�rike und Mozart verfasste Goes als meisterhaft geltende Arbeiten. Das schriftstellerische Werk von Goes wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Hamburger Lessingpreis, dem Stuttgarter Literaturpreis und der Buber-Rosenzweig-Medaille. Goes arbeitete nach dem Theologiestudium zun�chst als Pfarrer in verschiedenen w�rttembergischen Kirchengemeinden. 1934 ver�ffentlichte er seinen ersten Gedichtband. Seit 1953 lebte Goes als freier Schriftsteller in Stuttgart.
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(Letzte �nderung erfolgte am 26. Februar 2000)